Viele Mütter haben während der Schwangerschaft glänzenderes, volleres und gesünderes Haar als je zuvor. Deshalb kann der Moment, in dem ein paar Monate nach der Geburt auf einmal eine Handvoll Haare in der Bürste bleiben, stressig wirken. Es handelt sich jedoch um einen völlig natürlichen biologischen Prozess namens telogenes Effluvium (telogener Haarausfall).
Der Einfluss des Haarzyklus und von Östrogen auf den Haarausfall
Um den Haarausfall nach der Schwangerschaft zu verstehen, muss man den Lebenszyklus des Haares verstehen. Normalerweise fallen täglich 100-150 Haare aus. Normalerweise befinden sich etwa 85-90 % der Haare in der Wachstumsphase (Anagen) und der Rest in der Ruhephase (Telogen), nach deren Abschluss das Haar ausfällt. Während der Schwangerschaft verändert der hohe Östrogenspiegel dieses Gleichgewicht: Er hält die Haare zwangsweise länger als üblich in der Wachstumsphase. In dieser Zeit fallen die Haare nicht im normalen Tempo aus, und viele empfinden ihr Haar während der Schwangerschaft als dicker.
Was passiert nach der Geburt?
Wenn das Baby geboren wird, stürzen die Östrogenspiegel ab. Dies ist ein Signal für die Haarfollikel, in die Ruhephase überzugehen. Etwa 3–6 Monate nach der Geburt fallen alle Haare, die bereits während der Schwangerschaft hätten ausfallen sollen, gleichzeitig aus. Bei vielen geschieht dies erst nach dem Abstillen, aber das ist sehr individuell. Es handelt sich also nicht um eine dauerhafte Ausdünnung des Haares, sondern um eine Entladung der „nachgeholten“ Ausfallphase. Viele erleben auch ein Austrocknen oder Verfetten der Kopfhaut, wenn die Hormonspiegel schwanken, und deshalb sollte man auch auf die Pflege und das Wohlbefinden der Kopfhaut achten.
Wie können Sie die Kopfhaut und das Haarwachstum unterstützen?
Obwohl hormonell bedingter Haarausfall durch äußere Substanzen oder Kosmetika nicht vollständig gestoppt werden kann (da die Ursache intern ist), kann und sollte man das Wachstum neuer Haare und das Wohlbefinden der Kopfhaut unterstützen:
1. Sanfte Haarwäsche: Bevorzugen Sie Shampoos, die keine starken Sulfate enthalten oder zu stark reinigen. Ein mildes Shampoo und eine Doppelwäsche funktionieren für viele am besten! Sanftere Shampoos reinigen die Kopfhaut, ohne sie zu reizen, was für neues, feines Haarwachstum wichtig ist.
2. Kopfhautmassage: Eine leichte Massage, zum Beispiel während der Haarwäsche, regt die Durchblutung der Kopfhaut an. Dies stellt sicher, dass die Haarfollikel die benötigten Nährstoffe über den Blutkreislauf erhalten. Die Kopfhautmassage einer jungen Mutter ist auch entspannend, was zum Beispiel der Partner oder eine Postpartum-Doula durchführen kann.
3. Ernährung: Die Bausteine der Haare kommen von innen. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink und Biotin – inmitten des Stillens und des Babyalltags ist eine ausgewogene Ernährung auch der beste Freund der Haare. Leichter gesagt als getan, wir wissen es.
4. Feuchtigkeit für die Kopfhaut: Für die Kopfhaut sollte ein leichtes Pflegeprodukt gewählt werden, das die Kopfhaut nährt und mit Feuchtigkeit versorgt. Eine mit Feuchtigkeit versorgte, ausgeglichene Kopfhaut fettet auch nicht so schnell nach. Unser Baby Hair Boost-Haarwasser enthält feuchtigkeitsspendenden Aloe Vera Blattsaft und Xylitol, die für das Wohlbefinden der Kopfhaut sorgen, ohne sie fettig wirken zu lassen. Rotalgenextrakt und Rosmarin nähren die Kopfhaut und unterstützen so das Nachwachsen der Haare. Anwendung: Sprühen Sie das Haarwasser auf sauberes, handtuchtrockenes Haar und lassen Sie es trocknen, oder trocknen Sie es und stylen Sie es nach Belieben. Tipp! Sie können das Haarwasser auf die gesamte Kopfhaut auftragen oder als gezielte Behandlung auf die Stellen, an denen der Haarausfall am stärksten ausgeprägt ist.
Muss man sich um Haarausfall Sorgen machen?
Haarausfall nach der Schwangerschaft normalisiert sich in der Regel, wenn das Kind ein Jahr alt ist. Wenn der Haarausfall sehr stark ist, die Kopfhaut Symptome zeigt oder die Situation lange anhält, ist es ratsam, zum Beispiel die Ferritin- oder Schilddrüsenwerte beim Arzt überprüfen zu lassen.
Denken Sie daran: Was Sie in Ihrer Bürste sehen, ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper eine enorme Arbeit geleistet hat und nun wieder in seinen eigenen Rhythmus zurückkehrt. Blame it on hormones, babe.

